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Umweltministerin bei Moritz Fiege

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Gast

Kompakt und umweltfreundlich ist die innovative neue Flaschenwaschanlage der Privatbrauerei Moritz Fiege in Bochum. Das fand auch die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, die die Ruhrgebietsbrauerei heute besuchte, um sich selbst ein Bild von der erfolgreichen Umsetzung zu machen. Über 1,2 Mio. Euro kostet die neue Anlage. Rund 360.000 Euro davon erhielt Fiege als Zuschuss über das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums, vermittelt durch die Finanzierungsexperten der Effizienz-Agentur NRW. Ein Zusammenspiel von Bund und Land, das sich für das Familienunternehmen und das Klima auszahlt.

„Ich freue mich, dass in Bochum eine neuartige Technologie in der Ge-tränkeindustrie angewandt wird, die erhebliche Ressourcen und Energie spart. Um das umweltfreundliche Mehrwegsystem zu nutzen ist es unum-gänglich, dass die Flaschen vor ihrer Befüllung gereinigt werden. Das kann nun mit der neuen Technik sehr viel effektiver und effizienter passieren. Das Vorhaben leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz und verspricht den Stand der Technik in der Branche voranzubringen“, sagte Schulze bei ihrem Besuch.

"Wir versuchen seit jeher, effizient zu wirtschaften und Ressourcen zu schonen. Deshalb spielt insbesondere bei der Modernisierung unserer Flaschenwaschanlage das Thema Energieeffizienz eine große Rolle. Beim Neubau konnten wir dabei auf starke Partner aus Bund und Land vertrauen und so gemeinsam einen direkten Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten", so Jürgen Fiege, der gemeinsam mit seinem Bruder Hugo Fiege als geschäftsführender Gesellschafter seit 1981 in der 5. Generation die Privatbrauerei leitet.

Seit vielen Jahren lässt die Bochumer Familienbrauerei ihre Biere konsequent in Mehrwegflaschen abfüllen. „Mehrweg ist Klimaschutz“, sagt Brauerei-Inhaber Hugo Fiege. Der Energie- und Ressourcenverbrauch für Rücktransport und Reinigung sei bei Mehrwegflaschen geringer als der zusätzliche Herstellungsaufwand für Einwegflaschen. Dies gelte umso mehr, je regionaler der Vertrieb und je höher die Zahl der Wiederbefüllungen sei. „Mehrwegflaschen aus der Region sind aus Umweltsicht erste Wahl“, so Hugo Fiege. Seine Gleichung lautet „FIEGE = kurze Wege = gut für die Umwelt“. Insgesamt liege der Anteil von Mehrweg bei Bier bei 80 Prozent.

Flexible Flaschenwaschanlage ermöglicht Reinigung von Bügelflaschen

Die Privatbrauerei hatte im vergangenen Jahr die vorhandene Flaschenwaschmaschine durch eine innovative technisch für Bügelverschlussflaschen geeignete, dennoch kompakte und dadurch erst energieeffiziente Flaschenwaschmaschine ersetzt. Diese Maschine ist eine technische Neuheit am Markt und wurde erstmalig großtechnisch in der Bochumer Brauerei realisiert. 

„Innovativ an der Flaschenwaschmaschine sind zwei verstellbare pneumatische Einschubfinger, die das Verklemmen der Bügelverschlüsse in der der Waschanlage verhindern. Das gilt für Flaschenformate sowohl in 0,5 l als auch in 0,33 l“, erklärt Marc Zinkler, erster Braumeister und Betriebsleiter bei Fiege. Durch den Einsatz der Einschubfinger kann die Maschine deutlich kompakter gebaut werden und bietet damit den nötigen „Platz“ für diverse Wärmerückgewinnungssysteme, die den Energieverbrauch beim Erwärmen der Flasche und beim Ausspülen und Abkühlen vermindern. Die sinnvolle Verringerung der zu erwärmenden bzw. zu kühlenden Oberflächen durch individuell angepasste Korbträger ist eine weitere Besonderheit der innovativen Anlage. Durch das neue Verfahren sinkt alleine der jährliche Dampfverbrauch bei Fiege um 393.625 kWh.

Auch Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW, betonte: "In bei-spielhafter Weise zeigt die Privatbrauerei Moritz Fiege, wie sich Ressour-ceneffizienz durch innovative Verfahren gewinnbringend steigern lässt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Unternehmen, institutionellen Partnern, Fördermittelgebern und lokalen Akteuren ermöglicht es uns, regelmäßig erfolgreiche Projekte in der Region anzustoßen – zum Nutzen von Umwelt und Wirtschaft."

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