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Am Anfang weniger Theorie,dafür früher in die Praxis

Ambulanter Hospizdienst Herne entwickelt modernes Qualifizierungs-konzept für Einstieg in ehrenamtliche Sterbebegleitung – Informations-abend am 24. Oktober – Kursbeginn im Januar 2020 – Kennenlern-Veranstaltungen „Demenz Partner“ und „Letzte Hilfe

Herne, im Oktober 2019. Menschen für ambulante, ehrenamtliche Sterbebegleitung zu gewinnen, ist nicht leicht, denn die Wünsche an bürgerschaftliches Engagement haben sich verändert. Aus diesem Grund hat der Ambulante Hospizdienst Herne, dem sich bis zu 60 Freiwillige verbunden fühlen, das Konzept seiner Vorbereitungskurse für Neueinsteiger komplett umgestaltet – nach dem Motto „Am Anfang weniger Theorie, dafür früher in die Praxis“. Ein Informationsabend für das neue Kursangebot, das im Januar 2020 beginnt, findet am Donnerstag, 24. Oktober, um 18 Uhr in den Räumen des Hospizdienstes an der Bahnhofstraße 137 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Über viele Jahre dauerte so ein Qualifizierungskurs vier bis sechs Monate und umfasste mehr als 80 Ausbildungsstunden. Erst danach bekamen die Teilnehmenden Gelegenheit, praktische Erfahrungen mit der Begleitung Sterbender zu sammeln. Ab 2020 findet der Einstieg in die Praxis viel früher statt – bereits nach einem dreimonatigen Grundkurs mit rund 24 Ausbildungsstunden plus Vorbereitungsgespräch. In der Folgezeit werden die neuen Ehrenamtler durch Reflexionstreffen mit erfahrenen Ehrenamtlichen engmaschig unterstützt. Zur Vertiefung absolvieren sie parallel zur hospizlichen Begleitung Kursmodule (60 Unterrichtsstunden) bis zum Kursende im Dezember 2020. „Damit bleibt der theoretische Umfang ungefähr gleich. Was sich ändert, ist der Zeitpunkt des Einstiegs in die praktische Begleitung“, sagt Karin Leutbecher, Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst.

Selbstreflexion und Motivation
Die erste Kursphase gibt den Interessenten Gelegenheit zur Selbstreflexion und erforscht ihre Motivation. Karola Rehrmann, Seelsorgerin und Koordinatorin des Hospizdienstes: „Die Teilnehmer finden Antworten auf die Frage, warum sie sich überhaupt als Sterbebegleiter engagieren wollen. Diese drei Monate schaffen eine gute Grundlage für den Einstieg in die ambulante hospizliche Arbeit. Danach lernen die Einsteiger in Reflexionstreffen andere Ehrenamtliche kennen und tauschen sich aus. Wir wissen aus vielen Rückmeldungen, wie sehr diese Begegnungen geschätzt werden.“

Separat buchbare Kennenlern-Angebote
Dem Kursbeginn vorgeschaltet wurden erstmals zwei Kennenlern-Angebote, die auch unabhängig vom Qualifizierungskurs gebucht werden können. Dabei handelt es sich zum einen um das Seminar „Demenz Partner“ am Donnerstag, 21. November, und den „Letzte Hilfe“-Kurs am Donnerstag, 5. Dezember. Bei dem Seminar „Demenz Partner“ – einer Initiative der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft – werden neben Informationen zum Krankheitsbild Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz gegeben. Der „Letzte Hilfe“-Kurs vermittelt – vergleichbar mit einem „Erste Hilfe“-Kurs – Grundwissen, Orientierung und einfache Handgriffe rund um die Themen Sterben, Tod, Palliativ- und Hospizversorgung.

INFORMATION

Der Vorbereitungskurs richtet sich an Frauen und Männer, die sich vorstellen können, im Zuhause eines Betroffenen, im Heim oder im Krankenhaus in der ehrenamtlichen Sterbebegleitung tätig zu sein. Im Verlauf des Kurses geht es darum, eigene Erfahrungen zu reflektieren und sich auf eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Begleitung schwerkranker, sterbender und dementer Menschen und ihrer Angehörigen vorzubereiten. Die Anmeldung zum gesamten Kurs erfolgt nach einem persönlichen Vorgespräch mit einer der Koordinatorinnen. Am Donnerstag, 24. Oktober 2019, findet um 18.00 Uhr in den Räumen des Ambulanten Hospizdienstes ein Informationsabend für alle Interessierten statt.

Mehr Informationen und Anmeldung zum Gespräch:

Telefon 02323 988 290
E-Mail
info(a)ahpd-herne.de
Web
www.hospizdienst-herne.de

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