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Endlich mehr Zeit für die Familie

Nach 42 Jahren im Vorstand verabschiedete der Wohnungsverein Herne Heinz Letat in den Ruhestand: „Ein herber Verlust“ – Immer ein offenes Ohr für seine Genossenschaftsmitglieder

Wer 42 Jahre lang als Vorstand einer Wohnungsgenossenschaft tätig war, darf mit Fug und Recht von sich behaupten, die Stadtentwicklung seiner Stadt mitgeprägt zu haben. Am 31. Dezember 2015 ging diese Ära zu Ende: Heinz Letat (67), ein Urgestein der Herner Wohnungswirtschaft, schied aus dem Vorstand des Wohnungsvereins Herne aus und gab auch den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Wohnungswirtschaft Emscher-Lippe in neue Hände. Im Park-Hotel Herne wurde der ehemalige Mit-Geschäftsführer des RAG-Konzerns festlich in den Ruhestand verabschiedet.


Letat war 25 Jahre jung, als er vom Aufsichtsrat der damaligen Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG Herne, in den Vorstand berufen wurde. 30 Jahre lang sollte er diesen nebenamtlichen Posten behalten, ehe „seine“ Genossenschaft 2006 mit dem Wohnungsverein Herne verschmolz. Auch im neuen Unternehmen übernahm Heinz Letat sofort wieder Verantwortung im Vorstand. Sie endete im Dezember 2015, weil die in der Satzung festgelegte Altersbegrenzung eine neue Amtszeit des 67-Jährigen nicht zulässt.


Ruhe, Gelassenheit und Toleranz
Im Wohnungsverein Herne, einer der ältesten und größten Genossenschaften der Stadt, hat ein Generationenwechsel begonnen. „Für unsere Genossenschaft ist das Ausscheiden des langjährigen Vorstands ein herber Verlust“, sagte Sonja Pauli (32), die zum Jahresbeginn als Nachfolgerin von Karl-Heinz Abraham (66) die Position des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds im Wohnungsverein antrat. In der Genossenschaft kümmerte sich Heinz Letat vor allem um Mitgliederangelegenheiten. Sonja Pauli: „Mit Ruhe, Gelassenheit und Toleranz konnte er so manchen Konflikt zum Guten wenden. Mit guten Ratschlägen und durch seine große Persönlichkeit hat Heinz Letat unsere Genossenschaft nachhaltig mitgeprägt. Seine Meinung machte ihn zu einem begehrten und geschätzten Gesprächspartner – nicht nur innerhalb der Herner Wohnungswirtschaft, sondern weit darüber hinaus.“ Für seine außerordentlichen Verdienste um die Wohnungswirtschaft wurde der Herner bereits 1999 vom Verband der Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. in Düsseldorf mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Spende für „Herne hilft“
Mit Beginn des neuen Jahres hat Heinz Letat nun plötzlich etwas, was in seinem Alltag bisher stets ein knappes Gut war: Zeit. Zeit für seine Ehefrau Heidi und Zeit für seinen Enkel Jonas. Darüber hinaus hat sich der Ex-Vorstand vorgenommen, an einer Verbesserung seines Golf-Handicaps zu arbeiten. Auch bei seiner Verabschiedung blieb Heinz Letat seiner sozialen Verpflichtung treu: Statt Geschenken bat er seine Gäste, darunter Alexander Rychter, Verbandsdirektor im Verband der Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. Rheinland-Westfalen (VdW), um eine Spende für den Verein „Herne hilft“, der in Not geratenen Bürgerinnen und Bürger der Stadt unterstützt.

Mehr Informationen:
www.wohnungsverein-herne.de

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