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Meinerzhagen: APD plant drei neue Demenz-WGs in ehemaliger Hauptschule

APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH gründet erste Filiale im Sauerland - Rat der Stadt stimmt Projekt einstimmig zu - Käufergruppe investiert zweistelligen Millionenbetrag - Bürgermeister: „Ideale Lösung“

Pflege-Know-how aus Gelsenkirchen setzt Maßstäbe in Meinerzhagen: Im Auftrag einer Investorengruppe planen die drei Geschäftsführer der APD Claudius Hasenau, Petra Hasenau und Hans-Werner Rössing (von links) den Bau und die Begleitung von drei Demenz-WGs in einer ehemaligen Hauptschule. Die Bauarbeiten beginnen in den Sommerferien. Foto: Uwe Jesiorkowski/APD

Schule ist aus: Die städtische Gemeinschaftshauptschule an der Genkeler Straße in Meinerzhagen läuft zum Schuljahresende aus. In dem Gebäudekomplex entstehen nach umfangreichen Umbauarbeiten frei und öffentlich finanzierte Wohnungen sowie Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, die von der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH begleitet werden. Foto: Stadt Meinerzhagen

Neues Jahr, neues Wachstum: Die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH wird in Meinerzhagen drei Wohngemeinschaften für insgesamt 24 demente Frauen und Männer in einer ehemaligen Städtischen Gemeinschaftshauptschule eröffnen und begleiten. Die Bauarbeiten werden in den Sommerferien 2016 beginnen. Der Gebäudekomplex mit einer Grundfläche von rund 14.600 qm und 6.000 qm Nutzfläche, der auch frei sowie öffentlich finanzierte Wohnungen umfassen wird, gehört seit Mitte Februar einer Gelsenkirchener Investorengruppe unter der Leitung von Dachdeckermeister Rolf Lutz. Für den Verkauf des Areals gab der Rat der Stadt in seiner Sitzung vom 17. Februar einstimmig grünes Licht.

Um den künftigen Nutzungsanforderungen gerecht zu werden, wird die Käufergemeinschaft, zu der neben den Dachdeckermeistern Rolf Lutz und Mike Sternkopf auch die APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau, Petra Hasenau und Hans-Werner Rössing gehören, einen zweistelligen Millionenbetrag in die Umgestaltung investieren. Dabei soll das Gebäude der Hauptschule aus den 1950er Jahren in wesentlichen Bestandteilen erhalten bleiben. Für den späteren Betrieb der Demenz-Wohngemeinschaften hat die Investorengruppe bereits in der Projektphase die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH verpflichtet.

Know-how-Transfer in Sachen Demenzwohnen und Pflege
Für ihre Aufgaben in Meinerzhagen werde die APD eine neue Gesellschaft gründen, kündigte APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau an. Rund 30 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in der sauerländischen Filiale allein damit befasst sein, für den gemeinsam gestalteten, haushalts- und familienähnlichen Betreuungsalltag in den WGs zu sorgen. APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau freut sich über den gelungenen Projektstart: „Nicht nur in Gelsenkirchen verändert sich die Gesellschaft. Deshalb nehmen wir als APD auch an anderen Orten Investitionen in die Versorgungslandschaft vor. Die von uns in Gelsenkirchen entwickelten und vielfach ausgezeichneten Wohnprojekte ermöglichen einen Wissenstransfer in andere Städte und Gemeinden, die von unserer großen Erfahrung profitieren möchten. Gelsenkirchen übernimmt damit erneut eine Leuchtturm-Funktion, der in die Regionen  ausstrahlt.“

Neue Perspektiven für Versorgung demenzkranker Menschen

Für Jan Nesselrath, Bürgermeister von Meinerzhagen, und den Rat der Stadt stellt das Projekt die „ideale Lösung“ für ein komplexes städtebauliches Problemgebiet dar: „Wir haben nicht nur einen seriösen Käufer für den Gebäudekomplex der ehemaligen Hauptschule gefunden, sondern mit der APD auch einen erfahrenen Partner für unsere Stadt, der die Lebensqualität um eine wichtige Facette bereichern wird: Wir schaffen Wohnraum für alle Generationen und neue Perspektiven für die Versorgung demenzkranker Menschen in unserer Stadt.“

Bauarbeiten starten in den Sommerferien
Nach dem einstimmigen Ja des Rates zum Verkauf gehen die Planungen der Käufer unmittelbar in die konkrete Umsetzung. Mit einem Beginn der Bauarbeiten ist bereits nach Ende des laufenden Schuljahres im Sommer 2016 zu rechnen. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant. Für Meinerzhagen ergeben sich aus dem Verkauf deutlich positive Aspekte, so Bürgermeister Jan Nesselrath in einer Stellungnahme: Instandhaltung, Umbau und Modernisierungsmaßnahmen der alten Schule übernehme die Käufergemeinschaft. Sowohl während der Umbauphase als auch im Anschluss durch die spätere Nutzung des Gebäudes sei mit zusätzlichen Aufträgen für lokale Unternehmen und mit neuen Arbeitsplätzen insbesondere im Bereich der Demenz-Pflege zu rechnen. Bei allen Veränderungen am Standort bleibe die auf dem Gelände vorhandene Turnhalle im Besitz der Stadt. Sämtliche Sport- und Freizeiteinrichtungen wie z.B. eine Kleinschwimmhalle mit Sauna und Turnhalle sowie ein Spielplatz bleiben für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch eine Kindergartengruppe, die im Gebäude untergebracht sei, könne an ihrem gewohnten Standort verbleiben.

Mehr Informationen:
www.apd.de

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