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Denkmalschützer prüfen Nordbahnhof ein zweites Mal

Aktiver Austausch mit den Verantwortlichen – Keine Entscheidung über Abrissantrag bis zum Vorliegen des Prüfergebnisses

Seit 15 Jahren befindet sich der Bochumer Nordbahnhof im Besitz der Familie Fiege. Beim Kauf im Jahr 2000 stand das historische Gebäude nicht unter Denkmalschutz. Bereits 1997 wurde vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege entschieden, dass ein Denkmalwert für den Nordbahnhof nicht begründet sei. Im Dezember 2014 stellten die Besitzer einen Abrissantrag, nachdem sich Nutzungsszenarien für den Erhalt der Immobilie als wirtschaftlich nicht vertretbar erwiesen hatten. Das Bekanntwerden des Antrags löste Bürger- und Medieninteresse aus.

Daraufhin regten Jürgen und Hugo Fiege als Eigentümer einen Runden Tisch an, um die unterschiedlichen Interessen auszuloten und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Zu diesem verantwortungsvollen Umgang mit der Thematik steht die Familie Fiege unverändert.

Als Reaktion auf den Antrag hat die Stadt Bochum inzwischen ein erneutes Prüfverfahren für den Denkmalschutz eingeleitet. In Abstimmung mit der Oberen Denkmalschutzbehörde in Münster überprüft die Untere Denkmalbehörde auf Basis der Stellungnahme des Vereins Kortumgesellschaft Bochum den Denkmalwert des ehemaligen Nordbahnhofs. Bis zum Abschluss dieser Prüfung werde keine Entscheidung über den Abrissantrag getroffen, so die Stadt in einer Zwischenmitteilung an die Eigentümer.

„Wir stehen in intensivem Kontakt mit allen Verantwortlichen und werden die angekündigte Prüfung unterstützen. Gleichzeitig werden wir den von uns angeregten Dialog in Form eines Runden Tischs bis zum Vorliegen des Prüfungsbescheids zunächst zurückstellen, um nicht unnötig in das schwebende Verfahren einzugreifen“, nehmen die Eigentümer Jürgen und Hugo Fiege Stellung zur Entscheidung der Stadt Bochum.

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