Drucken  Datenschutz  Impressum   Kontakt    Suche:

„Die Mutti hat gewonnen“

Bezirksmeisterschaft des Gastronomie-Azubis: Susann Dornebusch (47) von der Bochumer Veranstaltungs-GmbH hatte zum Schluss als beste Köchin die Nase vorn - Drei Frauen ganz oben

Doppelsieg für die Bochumerin Susann Dornebusch: Die Köchin der Bochumer Veranstaltungs-GmbH, tätig in der Jahrhunderthalle, sicherte sich bei der 26. Bezirksmeisterschaft der Gastronomie-Azubis für ihr „Ruhrgebiet saugut“-Menü nicht nur den Niggemann-Pokal für Platz eins, sondern auch den Publikumspreis  „Der schönste Teller“. Bei den Hotelfachleuten sicherte sich Maxime Kachel aus dem Bochumer Hotel „Schmidt Mönnikes“ den ersten Platz. Die beste Restaurantfachfrau Henrike Steinmann arbeitet im Restaurant „Schloss Steinhausen“ in Witten.

Insgesamt 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bochum, Hattingen, Herne und Witten stellten sich der fachkundigen Jury im Alice-Salomon-Berufskolleg. Der komplette Abend stand unter dem Motto „Ruhrgebiet saugut“. So deckten angehende Hotel- und Restaurantfachleute ihre Tische mit kleinen Fördertürmen ein, die Köche entwickelten ein Menü rund um das Thema Schweinefleisch. Alles nach der Vorgabe: nachhaltig, saisonal, regional.

„In der Klasse nennen mich alle Mutti“
Zum Schluss hatte in der Küche die 47-jährige Susann Dornebusch die Nase vorn. „Es war eine tolle Veranstaltung. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich gewinnen kann. Meine zum Teil nur halb so alten Konkurrenten waren alle super. Doch am Ende hat die Mutti gewonnen. Die Erfahrung hat sich durchgesetzt“, so die gebürtige Thüringerin. Was Dornebusch auszeichnet, ist ein bunter Lebensweg. Nach vielen Jahren in denen sie, ihrer Aussage nach, „alles“ gemacht hat, war sie längere Zeit verantwortlich für das Catering der Show „Urbanatix“, über die sie den Kontakt zur Bochumer Jahrhunderthalle herstellte. Seit 2012 arbeitet Dornebusch nun in der Bochumer Event-Location, 2014 hat sie ihre Koch-Ausbildung bei der Bochumer Veranstaltungs-GmbH aufgenommen.

In ihrer Berufsschulklasse wird Susann Dornebusch von ihren Klassenkameraden liebevoll nur „Mutti“ genannt. „Die Veranstaltung war eine tolle Vorbereitung auf die anstehende Prüfung. Wir haben unter Wettbewerbsbedingungen gekocht und wissen nun, was wir noch besser machen können“, so die dreifache Mutter weiter. Neben dem Niggemann-Pokal für den besten Koch und einem Fachbuch gewann sie einen Hotelgutschein für eine Reise nach Berlin. Auch den Publikumspreis „Der schönste Teller“ ging an die Bochumerin. Diesen musste sie sich jedoch mit Jung-Koch Jan Heuckeroth (Hattingen) teilen.

Gewinnerin war eigentlich nur Ersatzspielerin
Bei den Hotelfachleuten stellte Maxime Kachel vom Bochumer Hotel „Schmidt Mönnikes“ ihr Können überzeugend unter Beweis. Die 20-Jährige Tochter des bekannten Küchenmeisters Josef Kachel, sicherte sich den Guido-Dellwig-Pokal. Dabei war sie bis Dienstag überhaupt nicht für den Wettbewerb eingeplant. „Ich war bis zu diesem Tage eigentlich nur Ersatz. Als eine Teilnehmerin absprang, musste ich nicht lange überlegen, ob ich mitmache“, war Maxime Kachel nach ihrem Sieg glücklich. 

Überredungskunst der Chefin bringt den Erfolg
Auch der dritte Pokal ging in diesem Jahr an eine Frau. Henrike Steinmann vom Wittener Restaurant „Schloss Steinhausen“ holte als Restaurantfachfrau den MORITZ FIEGE-Pokal. „Es war ein guter Tag für mich. Unter diesen praxisnahen Bedingungen konnte man viele Sachen für die Prüfung üben. Dabei wollte ich erst gar nicht teilnehmen. Meine Chefin hat mich überredet“, gab die 20-Jährige zu, bevor sie sich für das mittlerweile obligatorische Pokal-Selfie bereit machte.

Ohne Auszubildende keine Fachkräfte
Seit mehr als 30 Jahren engagieren sich die Privatbrauerei Moritz Fiege und der Niggemann Food Frischemarkt als Unterstützer der IHK- Bezirksmeisterschaft, die vom Alice-Salomon-Berufskolleg organisiert wird. Gratulationen bekamen die Teilnehmenden auch von Johannes Kohtz-Cavlak, seit drei Monaten Schulleiter des Alice-Salomon-Berufskollegs: "Eigentlich sind alle Teilnehmer schon Gewinner. Für die beteiligten Betriebe ist es eine tolle Sache. Alle zeigen, wie sehr ihnen Ausbildung an Herzen liegt. Denn ohne Azubis würde es irgendwann keine Fachkräfte mehr geben. Darauf sind wir alle angewiesen."

Mehr Informationen:
www.moritzfiege.de
www.niggemann-food-frischemarkt.de

zurück