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Iokaste verstummt wieder

Duisburger Akzente-Theatertreffen zeigt Stefan Heuckes Musikdrama „Iokaste“ am 15. März zum letzten Mal – Nominiert als „Uraufführung des Jahres“ (Opernwelt)

Familienfluch: In Stefan Heuckes Musikdrama „Iokaste“ singen und spielen die Altistin und Mezzosopranistin Birgit Remmert (links) und die Schauspielerin Veronika Maruhn in der doppelt besetzten Titelrolle.

Im Opernwelt-Jahrbuch 2014 nominierte der Kritiker Stefan Keim (WELT, WDR) das Musikdrama „Iokaste“ von Stefan Heucke jüngst als „Uraufführung des Jahres“. Trotzdem muss sich die Mutter des Ödipus zunächst von der Bühne verabschieden. Im Rahmen des Theatertreffens 2015 der Duisburger Akzente findet die vorläufig letzte Aufführung der Oper „Iokaste“ mit der Altistin Birgit Remmert und der Schauspielerin Monika Maruhn am Sonntag, 15. März, im Großen Haus des Theaters Duisburg statt. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr. Es spielen die Duisburger Philharmoniker. Um 18 Uhr gibt der Komponist im Foyer eine Einführung in das Werk.

Die Welturaufführung erlebte das Musikdrama „Iokaste“ bei den Ruhrfestspielen im Juni 2014 am Theater Marl. „Zum ersten Mal in der Geschichte des Musiktheaters erzählt eine Oper den kompletten antiken Familienmythos aus der Sicht der Iokaste, Mutter des Ödipus“, sagt Stefan Heucke, einer der bekanntesten deutschen Komponisten klassischer moderner Musik, über sein Werk.

Hauptrolle doppelt besetzt

Außergewöhnlich ist die doppelt besetzte Hauptrolle. Den Gesangspart der Iokaste schrieb Stefan Heucke für Birgit Remmert, eine Altistin und Mezzosopranistin von internationalem Rang. Zuletzt gastierte sie u. a. an der Wiener Staatsoper und an der Bayrischen Staatsoper in München. Die Schauspielerin Veronika Maruhn verkörpert die Mutter und Ehefrau des Ödipus in den gesprochenen Passagen. In Anlehnung an das antike Theater schlüpfen die Künstlerinnen auch in die übrigen acht Rollen.  „Ein zentrales viertöniges Motiv symbolisiert den Familienfluch. Alle weiteren Figurenmotive leiten sich davon ab und geleiten die Zuschauer durch die Handlung“, erklärt Stefan Heucke, Träger des Hans-Werner-Henze-Preises, der zur Zeit als Composer-in-Residence am Stadttheater Bremerhaven komponiert und lehrt. Internationales Renommee erlangte Stefan Heucke im September 2006 mit der Oper „Das Frauenorchester von Auschwitz“. Große Beachtung fand seine Vertonung des „Vater unser“ in einer Neufassung durch den Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert.

Mehr Informationen:

www.heucke-stefan.de
www.stadt-duisburg.de

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