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Deutscher Kinderschutzbund in Gelsenkirchen wählt neue Vorstandsmitglieder

Nach dem Kinderheimskandal blickt der Deutsche Kinderschutzbund gestärkt nach vorne

Für einen gestärkten Blick nach vorne: Claudius Hasenau (stellvertretender Vorsitzender, li.) und Michael Kramp (Schatzmeister).

Die Mitglieder des Deutschen Kinderschutzbundes in Gelsenkirchen haben am Montag, 29.06. auf einer außerordentlichen Versammlung einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden und einen neuen Schatzmeister gewählt. Claudius Hasenau und Michael Kramp sind angetreten, um die Arbeit des Ortsverbandes in den schwierigen Zeiten des Kinderheimskandals zu stärken. Zuvor war der bisherige stellvertretende Vorsitzende abgewählt worden. Er hatte als stellvertretender Jugendamtsleiter der Stadt gemeinsam mit dem damaligen Amtsleiter ein Kinderheim in Ungarn gegründet. Entsprechende Verflechtungen mit dem Kinderschutzbund werden derzeit intensiv geprüft. Dabei geht es auch um Ferienmaßnahmen in Ungarn.DKSB Landesgeschäftsführer Friedhelm Güthoff konnte auf der Mitgliederversammlung einen ersten Zwischenstand vermelden. Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft konnte für den ersten Prüfzeitraum – das Jahr 2008 – keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Der Ortsverband oder einzelne seiner Repräsentanten haben sich also – so das Ergebnis der ersten Prüfung – an der Zusammenarbeit mit der Neustart KFT und an den Ferienfreizeiten auf dem Reiterhof Tekeres nicht zu Lasten des Kinderschutzbundes bereichert. Der Prüfauftrag erstreckt sich insgesamt auf die Jahre 2005 bis 2009 und für die Ferienmaßnahmen bis 2014. Die Prüfungen dauern an. In seinem Bericht hob der Landesgeschäftsführer hervor, dass sich der Ortsverband Gelsenkirchen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln um eine Aufklärung sämtlicher Sachverhalte bemühe – „auch wenn es weh tut“. Gleichzeitig äußerte der Landesgeschäftsführer Kritik an den früheren Vorstandsmitgliedern. Diese hätten nicht beachtet, dass Entscheidungen immer gemeinsam getroffen werden sollten. Außerdem hätten berufliche Abhängigkeiten in der ehrenamtlichen Tätigkeit eine entscheidende Rolle gespielt. Der Deutsche Kinderschutz diskutiert derzeit auf Bundesebene, wie solche Interessenkollisionen in Zukunft vermieden werden können. Der Ortsverband will seinen Kernaufgaben „wieder kreativ und befreit nachgehen, mit einem achtsamen, aber uneingeschränkten Blick in die Zukunft“, sagte Silke Kozicki, Geschäftsführerin des Ortsverbandes Gelsenkirchen gestern Abend. DKSB Landesgeschäftsführer Friedhelm Güthoff bekräftigte, dass die fachliche Grundlage für diesen Blick nach vorn stabil sei.

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