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MORITZ FIEGE: Verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Nordbahnhof

Privatbrauerei MORITZ FIEGE: Alle Bemühungen um Erhalt des Gebäudes haben sich als nicht tragbar erwiesen – Bereitschaft zum offenen und konstruktiven Dialog

Die aktuelle Diskussion um das Schicksal des Bochumer Nordbahnhofs stößt bei den Gesellschaftern der Privatbrauerei MORITZ FIEGE auf Interesse und Verständnis. Diese hatten die Immobilie im Jahr 2000 von der Deutschen Bahn erworben, um sie zu erhalten und als Standort für einen Brauerei-Ausschank auszubauen. „Der Nordbahnhof liegt uns seit vielen Jahren am Herzen“, sagen die Brauerei-Inhaber Jürgen und Hugo Fiege. Trotzdem hat das Unternehmen bei der Stadtverwaltung jetzt einen Abrissantrag gestellt.

Nach dem Kauf entwickelte die Brauerei viele Jahre lang verschiedene Nutzungsszenarien für den Erhalt des Nordbahnhofes. Leider ließ sich keines der Modelle wirtschaftlich darstellen. Die Gründe dafür liegen im Zustand des seit Jahrzehnten leerstehenden Gebäudes. So sind zum Beispiel 50 Prozent der EG-Geschossfläche ohne Tageslicht; die Rückseite des Hauses ist durchfeuchtet.

 Gleichzeitig ist der Familie Fiege die historische Bedeutung des Nordbahnhofs sehr bewusst. Dies gilt in städtebaulicher Hinsicht, vor allem aber mit Blick auf die jüdische Geschichte der Stadt. „Bei allem, was wir tun, werden wir verantwortungsvoll mit dem Thema Nordbahnhof umgehen“, sagen die Inhaber Jürgen und Hugo Fiege: „Bei der Frage, wie es weitergeht, möchten wir aktiv den offenen und konstruktiven Dialog mit Interessengruppen anbieten, um möglichst viele Belange zu berücksichtigen.“

Allerdings sei es für die Privatbrauerei Moritz Fiege als privates Wirtschaftsunternehmen unumgänglich, ökonomisch vernünftig und nachhaltig zu handeln. Jürgen und Hugo Fiege: „Sämtliche Bemühungen und Überlegungen zu einer Wiederherstellung und Nutzung des bestehenden Gebäudes haben sich als nicht tragbar erwiesen. Daher haben wir nun einen Abrissantrag gestellt.“ Alle weiteren Schritte seien noch offen. Konkrete Planungen gebe es bislang nicht.

Seit Jahrzehnten setzt sich die Privatbrauerei Moritz Fiege aktiv und als zuverlässiger Partner für das Gemeinwohl der Stadt Bochum ein. Die bekanntesten Beispiele für das Engagement sind die Unterstützung des Musikzentrums, die Initiative Villa Marckhoff, die Stiftung des ökumenischen Altenzentrums Kaiseraue und die Stiftung eines Kunstwerkes des weltberühmten Bildhauers Max Bill.

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