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Schmiedehandwerk live erleben

Glücksbringer aus glühendem Stahl: Die große Handwerkskunst des Schmiedens zeigten am Sonntag, 20. November 2011, zwei absolute Könner ihres Fachs im Hebezeugmuseum von J. D. Neuhaus (JDN) an der Windenstraße 2 - 4: Volker Avermann (60) aus Witten, Betreuer des Bethauses der Bergleute im Muttental, und der Schmied Viktor Paukov. Bei schönstem Herbstwetter nahmen interessierte Kinder und Erwachsene den Hammer selbst in die Hand, um Hufeisen, Schlangen oder Schnecken zu formen.

Vor den Augen der Zuschauer schmiedet Paukov bei seiner Live-Vorführung Nägel und Zangen – in atemberaubender Geschwindigkeit. Nur fünf Minuten benötigt der 62-Jährige für eine handelsübliche Zange. „Das dauert sonst mindestens eine Viertelstunde“, so Volker Avermann, der 13 Jahre lang mit Viktor Paukov im Freilichtmuseum Hagen als Schmied arbeitete. Ganz so schnell schafften es die Besucher im Hebezeugmuseum natürlich nicht: Etwa zehn Minuten brauchen Kinderhände, um über dem Amboss ein Hufeisen als Glücksbringer zu formen. Natürlich durfte das Werk hinterher als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

266 Jahre Wittener Geschichte
Zum zweiten und letzten Mal in diesem Jahr öffnete das Hebezeugmuseum von JDN am Totensonntag, 20. November, die Türen für Besucher. Viele junge Familien, interessierte Wittener und JDN-Mitarbeiter mit ihren Partner nutzten gerne diese Möglichkeit. „So viele Leute waren noch nie da“, freute sich Geschäftsführer Wilfried Neuhaus-Galladé, der selber mit drei Generationen seiner Familie anwesend war. Zu sehen gab es neben der Live-Vorführung ein Original-Nachbau jener alten Schmiede, mit der bis ins letzte Jahrhundert die Holzschaftwinden von JDN hergestellt wurden. Kleinere technische Pannen während der tollen Darbietungen taten der guten Stimmung keinen Abbruch. Weitere  Highlights im Museum des 266 Jahre alten Wittener Maschinenbauers waren Reliquien aus der Entwicklung der Hebezeuge von der Steinzeit bis heute. Auch die Windenfabrik sowie das Freigelände mit einem historischen Kaufhauskran der Hansestadt Lübeck luden zur Besichtigung ein. Fragen der Besucher beantworteten Mitarbeiter des Hauses.

Weitere Informationen
www.jdn.de


J.D. Neuhaus – Tradition und Innovation seit 1745
Tradition und Innovation – dazwischen liegen bei J.D. Neuhaus GmbH & Co. KG, dem ältesten noch in Gründerhand befindlichen Maschinenbauunternehmen Deutschlands, mittlerweile fast 270 Jahre. Am Stammsitz in Witten-Heven, wo 1745 Holzschaftwinden für Fuhrleute gebaut wurden, produziert JDN heute in siebter Generation mit einem Jahresumsatz von 30 Mio. Euro (2010) modernste Druckluft-Hebezeuge für Spezialeinsätze, z.B. auf Bohrinseln, in eisiger Kälte oder in der Tiefsee. Geleitet wird das Unternehmen seit 1995 von dem Diplom-Betriebswirt Wilfried Neuhaus-Galladé. Dokumentiert wird die Firmenhistorie in einem eigenen Hebezeug-Museum.

Bildergalerie
Schmied für einen Tag: Kinder nahmen den Hammer selbst in die Hände.
Zahlreiche besucher nutzen die Chance, das Hebezeugmuseum zu besuchen.
Volker Avermann zeigt den Besuchern, wie ein Schmied arbeitet.
Der Vergangenheit auf der Spur: Im Museum sind Stücke aus der 266-jährigen Firmengeschichte zu sehen.
Zeitreise: Historische Fachwerkhäuser versetzen die Besucher in eine andere Zeit.
Historischer Kaufhauskran der Hansestadt Lübeck.