
Der 18-jährige Ausnahmepianist und diesjährige Bundespreisträger von
"Jugend musiziert" Tobias Haunhorst aus Solingen präsentiert Stefan Heuckes
"Nacht-Urnen – Fünf Fantasiestücke für Klavier Op.32"
Ein junger Künstler und die Musik der Ewigkeit:
Der diesjährige „Jugend musiziert“-Bundespreisträger Tobias Haunhorst, 18
Jahre alt, spielt am Mittwoch, 28. September 2011, um 20 Uhr Stefan Heuckes
„Nacht-Urnen – Fünf Fantasiestücke für Klavier“ im Museum Bochum. Der
Stipendiat am „Ausbildungszentrum für musikalisch Hochbegabte“ an der
Hochschule für Musik in Köln und der Komponist hatten sich beim Van Bremen
Klavierwettbewerb 2009 kennen gelernt. Das Können des jungen Pianisten
beeindruckte den Hans-Werner-Henze-Preisträger so sehr, dass er ihn spontan
zu dem Klavierabend in Bochum einlud. Neben den „Nacht-Urnen“ präsentiert
Haunhorst Werke von Bach, Beethoven und Ravel. Der Eintritt ist frei.
‚Nacht-Urnen’ ist ein sehr anspruchsvolles Werk, aber auch sehr
lohnenswert“, so Tobias Haunhorst, der seit seinem siebten Lebensjahr
Klavier spielt und regelmäßig ausgezeichnet wird. Beim Van Bremen
Klavierwettbewerb hatte der Sohn des stellvertretenden Konzertmeisters der
Bergischen Symphoniker, Martin Haunhorst, das erste Fantasiestück gespielt,
zum Klavierabend in Bochum präsentiert er nun den gesamten Zyklus.
Einführend in Heuckes Opus 32 wird Martin Haunhorst ein kurzes
Podiumsgespräch mit Stefan Heucke führen.
„8“ als Symbol der Unendlichkeit
Der Titel des Werkes "Nacht-Urnen" ist ein Wortspiel spielt mit dem Begriff
des Chopin’schen „Noct-urne“, indem es im Deutschen das Motiv der Urne
hineinbringt. Die Gattung des romantischen Nachtstücks für Klavier wird
gleichsam metaphorisch zu Grabe getragen. Von zarten Tönen umspielt,
steigert sich das erste Fantasiestück in einen aufgewühlten Mittelteil,
bevor es in einem leisen Rauschen verklingt. Es folgt ein virtuoses Stück
allein für die linke Hand. Durch den anschließenden dritten Satz für die
rechte Hand zieht sich symbolisch die Ewigkeit wie ein roter Faden: 88
Takte mit immer demselben Ton verweisen auf die „8“ als traditionelles
Symbol der Unendlichkeit. Im vierten Fantasiestück vereinen sich beide Hände
wieder und durchrasen die Höhen und Tiefen der Klaviatur bis das Werk
schließlich in einem schweren Trauermarsch mit gleißend-hellen Einschüben
endet.
Mehr Informationen
www.heucke-stefan.de
www.tobiashaunhorst.de
